Es ist fast nicht nachvollziehbar, andererseits sichert es uns das Überleben: Das Leben geht weiter. Egal, was passiert.
Deswegen möchte ich heute darauf hinweise: Es ist Pi-Day. In den USA ist heute eben nicht der 14.3., sondern 3/14, auch geschrieben 3,14. Das ist der Anfang von Pi. Natürlich geht die Zahl noch viel weiter. Über eine Billion Nachkommastellen sind inzwischen bekannt, ein Ende gibt es nicht.
Pi ist die Kreiszahl, sie beschreibt das Verhältnis des Umfang eines Kreises zu seinem Durchmesser. Pi ist ein bisschen so was wie der heilige Gral. Archimedes hat sie gesucht, William Jones hat sie benannt, Leonhard Euler hat sie bekannt gemacht. Einstein ist am 14. März geboren.
Ich habe ein ganz persönliches Verhältnis zu Pi. Das liegt an meinem Vater Norbert Herrmann, Mathematiker und Knobler. Der hat mir nämlich schon, als ich ganz klein war, Pi erklärt. Und zwar so: Er hat alle Buchstaben unseres Alphabets als Großbuchstaben in einem Kreis (”Warum? Na, es geht um die Kreiszahl!”) auf ein Blatt Papier gemalt. Oben stand also “A”, unten ungefähr “N”. Dann hat er mich gefragt, ob ich wissen will, wie Pi lautet. “Ja” habe ich gesagt. Mein Vater hat gestrahlt. “Ja fängt mit J an, also fangen wir auch bei J an.”
Dann hat ermir erklärt, was symmetrisch heißt und hat mich gefragt, welche Buchstaben entlang der senkrechten Achse symmetrisch sind. Diese Buchstaben haben wir gestrichen. Und dann haben wir gezählt. “J”, “K”, “L”, also drei Buchstaben vor dem symmetrischen “M”. Dann “N”, nur ein Buchstabe vor dem symmetrischen “O”. Es folgen “P”, “Q”, “R”, “S”, bevor wir das “T” streichen, macht vier Buchstaben. Und so weiter. Wenn wir dann hinterher vom “J” aus die Buchstaben zählen, ergibt sich diese Kombination: 3,1416.
Pi.
Herzlichen Glückwunsch Pi. Von ganzem Herzen alles Gute zum Geburtstag. Hoffentlich machst Du allen Kindern so viel Spaß wie mir.