Florida ist ein wunderbarer Bundesstaat: es gibt Alligatoren, Krokodile, Burger, freundliche alte Menschen, viele günstige Immobilien und – wilde Waschbären! Davon hatte ich vor unserem Urlaub über den Jahreswechsel hinweg allerdings keine Ahnung, und war somit völlig überrascht, als uns ein Spähtrupp – bestehend aus drei ca. acht Wochen alten Waschbären – buchstäblich über den Weg lief.
Da uns als Freunde von Kuma die Angst vor Waschbärtollwut als übertrieben erschien, näherten wir uns vorsichtig den Jungtieren, die wahrscheinlich aus einem Wurf stammten (der normalerweise ca. drei Junge hervorbringt). Sie waren überhaupt nicht scheu (wir sahen aber auch netter aus als die im Tümpel nebenan auf Beute lauernden Alligatoren)! Voll Neugierde ließen sie uns bis auf einen halben Meter an sie herankommen, dann suchten sie in einem merkwürdigen Springgalopp ihr Heil in der Flucht.
Weitere Sichtungen blieben leider aus, obwohl ich in den folgenden Tagen verstärkt nach den kleinen Pelzkragen Ausschau hielt. Von wegen im Urlaub abschalten und nicht an die Arbeit denken…

Rund um diesen Tümpel führen die ersten Erkundungstouren der jungen Waschbären. Da sie nicht lesen, könnte davon durchaus einer der Alligatoren profitieren.

Auf den ersten Blick wirken sie völlig harmlos, auf den zweiten sind sie es auch – jung und unschuldig stolpern die Waschbären aus dem Gebüsch…

…fast in unsere Arme! Von erlerntem Misstrauen noch keine Spur.

Doch irgendwann ist es auch genug, und wie kleine Kängurus hoppeln die Waschbären von dannen. Ganz ehrlich: Unser scoyo-Waschbär Kuma bewegt sich in seiner animierten Form um einiges eleganter…