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Don Tapscott über den Medienkonsum der Jugend

26.10.2009

„Früher war alles anders“. Wie oft hören wir diese Sprüche von unseren Eltern und Großeltern? So war es immer, und so wird es wohl auch immer bleiben.

Selten zuvor waren jedoch die gesellschaftlichen Veränderungen durch Medien so umfassend wie in den letzten Jahren. Eben auf diese Umwälzungen geht der kanadische Professor Don Tapscott in einem Interview mit jetzt.de ein. Tapscott hat für sein Buch „Grown Up Digital – How the Net Generation is changing Your World“ über 11.000 Jugendliche und ihren Medienkonsum beobachtet. Seine Schlüsse sind bemerkenswert: „Die Gehirne der jungen Generation sind ganz anders entwickelt als unsere“ oder „Digital Natives … können … schneller zwischen Tätigkeiten hin und her schalten“ oder ganz brutal „In 50 Jahren wird niemand mehr Bücher lesen.“

Mit diesen Thesen lehnt sich Don Tapscott weit aus dem Fenster. Was sehr gut ist, weil er dadurch eine Debatte anregt, die dringend erforderlich ist. Denn es steht außer Frage, dass die heutige Jugend nicht nur Medien anders nutzt, sondern durch diese veränderte Art der Nutzung komplett neue Denkmechanismen entwickelt hat. Für unsere Gesellschaft ist das nicht nur förderlich, entsteht so doch ein großer Graben zwischen Jungen und Alten.

Auch vor diesem Hintergrund haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, der Stiftung Digitale Chancen sowie der BMPS der FU Berlin die „Initiative für generationsübergreifende Medienkompetenz“ gegründet. Unser Ziel ist es, den Dialog zwischen Jungen, die über die technischen Kompetenzen und die schnelle Auffassungsgabe verfügen, sowie den „Älteren“, die genug Erfahrung haben, um das Gesehene in den richtigen Kontext einzuordnen, zu fördern.

Dass das dringend notwendig ist, betont auch Tapscott, er hat ein „umgekehrtes Mentoren-Programm“ aufgesetzt: „Ich habe drei Mitarbeiter, die alle Mitte 20 sind und mich auf dem neuesten Stand halten.“

Initiative für generationsübergreifende Medienkompetenz gestartet

12.05.2009

Bevor ich auf eine Aktion zu sprechen komme, die mir sehr am Herzen liegt, möchte ich mich erst einmal vorstellen: Mein Name ist Sachar (wird so ausgesprochen, wie man den Namen liest), und ich bin neu bei scoyo. Seit einer Woche bin ich für die Unternehmenskommunikation verantwortlich und werde künftig auch das Blog betreuen. Natürlich nicht alleine, sondern mit eben den Kollegen, die schon bisher die aufschlussreichen und spannenden Inhalte lieferten.

Meinen ersten offiziellen Termin als scoyo-Pressesprecher hatte ich letzten Freitag an der Rixdorfer Schule in Berlin-Neukölln. Wir von scoyo haben gemeinsam mit der BerlinMediaProfessionalSchool der Freien Universität Berlin, dem deutschen Kinderhilfswerk sowie der Stiftung Digitale Chancen die Initiative für generationsübergreifende Medienkompetenz gegründet. Diese Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, den Mediendialog zwischen Erwachsenen und Schülern zu fördern und Medienkompetenz generationsübergreifend zu vermitteln. Kinder können eine Menge von Erwachsenen lernen – und auch umgekehrt. Kinder wissen neue Medien in der Regel besser anzuwenden, Erwachsene können sie besser einschätzen. Aber erst wenn die Generationen in einen gesunden Dialog treten und einander zu verstehen lernen, schaffen sie eine gesunde Basis für ein harmonisches Familienleben.

Die Rixdorfer Schule wurde von uns mit einer Spende in Höhe von 2.000 Euro bedacht. Warum? Weil sie eine Vorreiterstellung in der Vermittlung von sozialen und medialen Kompetenzen einnimmt. Respektvolles Miteinander ist hier ein zentrales Thema, das bewusst in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt wird. Teamarbeit bildet eine wichtige Grundlage, um Transparenz und tolerantes Miteinander zu schaffen. Darüber hinaus setzt sich die Rixdorfer Schule schon lange intensiv für einen sinnvollen Umgang mit Medien ein, der den Schülern gleichzeitig Spaß am Lernen vermittelt und auch eine zweisprachige Erziehung (neben Deutsch auch Türkisch) fördert. Diese Bemühungen wollen wir würdigen und gleichzeitig ermöglichen, dass dieser Kurs auch weiterhin so erfolgreich fortgeführt werden kann.

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Weitere Bilder von der Aktion an der Rixdorfer Schule kann man in unserer flickr-Galerie anschauen.